Materieverständnis im 20. Jahrhundert – Eine philosophische Rekonstruktion

Dr. Dr. Norman Sieroka (Universität Zürich)

Ringvorlesung IZWT vom 01.12.2010 – Wintersemester 2010/2011

Der Materiebegriff war seit Menschengedenken Gegenstand philosophischer und wissenschaftlicher Untersuchungen. Er hat viele Umformungen durchlaufen und besitzt auch heute noch viele Gesichter. In der Physik werden zur Zeit hohe Erwartungen dahingehend geäußert, dass die bisher aufwendigste Experimentaleinrichtung der Menschheitsgeschichte, der LHC (Large Hadron Collider) am CERN, neues Licht auf den subatomaren Aufbau der Materie werfen kann.

Die Perspektive der Hochenergiephysik ist freilich nur eine unter vielen. Andere Wissenschaften und Techniken — der Natur, der Gesellschaft, der Ökonomie und der Kultur — hatten und haben andere Perspektiven auf das, was als Materie fungiert und in ihren Forschungs- oder Handlungsgegenstand eingeht. Nicht weniger vielfältig waren und sind die philosophischen Ansichten über die Materie

Im Rahmen dieser Ringvorlesung soll ein kleiner, aber sicherlich anregender Ausschnitt aus dem Reigen der Materieauffassungen in Vergangenheit und Gegenwart Revue passieren, um mögliche Entwicklungstendenzen zu diskutierten. Streben die unterschiedlichen Auffassungen einer Konzeption zu, die immer stärker an den Naturwissenschaften orientiert ist?

Jeweils um 18:15 Uhr an der Bergischen Universität Wuppertal
Hörsaal HS 05 (Gebäude G, Ebene10, Raum 07)
Campus Grifflenberg, Gaußstr. 20, 42119 Wuppertal

Homepage: IZWT an der Bergischen Universität Wuppertal